Open Jam Session
So. 25.1. um 16 Uhr im Trillke Gut: Die Open Jam Session ist ein offener musikalischer Begegnungsraum, der bewusst niedrigschwellig und einladend gestaltet ist. Sie richtet sich an Menschen mit unterschiedlichen musikalischen Erfahrungen – vom ersten gemeinsamen Musizieren bis zu langjähriger Praxis – ebenso wie an Personen, die sich in klassischen Jam- oder Bühnensettings schnell überfordert oder ausgeschlossen fühlen.
Das Konzept ist aus eigener Erfahrung heraus entstanden und wird von zwei Personen organisiert, die selbst von Neurodivergenz und Depression betroffen sind. Diese Perspektive prägt die Struktur der Jam ebenso wie den Umgang miteinander. Der Fokus liegt nicht auf Leistung oder Selbstdarstellung, sondern auf einem respektvollen Miteinander und der Möglichkeit, sich im eigenen Tempo einzubringen.
Zentraler Bestandteil ist ein Awareness-orientierter Rahmen, der Orientierung bietet, Grenzen respektiert und unterschiedliche Bedürfnisse sichtbar mitdenkt. Musikalische Beiträge dürfen vorbereitet oder spontan sein; Zuhören, Pausen und Rückzug sind gleichwertige Formen der Teilnahme. Rückmeldungen und Beobachtungen aus den Sessions fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Formats ein.
Die Jam versteht sich damit als ein lernender Raum, der Offenheit, Teilhabe und Begegnung ermöglicht – ohne Erwartungsdruck und ohne normative Vorstellungen davon, wie „richtiges“ Jammen auszusehen hat.
Die Jam wird durch ein Awareness-Konzept gestützt, das durch eine vor Ort anwesende Awareness-Person umgesetzt wird. So wird sichergestellt, dass alle Teilnehmer*innen in einer geschützten und wertschätzenden Atmosphäre musizieren können.
Die Jam findet am So. 25.1. und am 22.2.2026 in der Kneipe des Trillke Guts statt. Sie wird vom Studentenwerk Ostniedersachsen gefördert.